SIMETRIUM .COM 1 Eq = 1 mol / z
außerhalb des SI · mol/z
DE|36 Sprachen
Eq 2 EqpH 020 EqEqEqEqEqEq Eq Eq H⁺H⁺ 051015202530 1 Eq2 Eq mL NaOH 0,1 mol/L SYMBOL PLATE 1 Eq = 1 mol / zH₂SO₄ 1 mmol = 2 mEq ISO 80000-9 · n(½H₂SO₄) · mEq
Groß- und Kleinschreibung
Eq mit großem E und kleinem q. Man trifft auch eq und mEq; in deutschen Methoden heißt es val und mval.
Nicht verwechseln
mEq/L zählt Äquivalente, mmol/L zählt Mole, mOsm/L zählt Teilchen. Bei Na⁺ stimmen alle drei fast überein, bei Ca²⁺ nicht.
Auf der Tafel läuft eine Titration. Der Bürettenhahn öffnet sich, Tropfen Lauge fallen in einen Kolben mit Schwefelsäure, der Rührer dreht sich. Zwei Wasserstoffionen neben dem Kolben erlöschen nacheinander, und wenn das zweite erlischt, färbt sich die Lösung rot: Phenolphthalein hat den Äquivalenzpunkt markiert. Auf dem Bildschirm wird der pH-Sprung als Kurve gezeichnet, darunter erreicht die Marke 20 mL — 2 mEq Lauge auf 1 mmol Säure.
Einheitenpass · chemisches Äquivalent

Äquivalent

Einheit außerhalb des SI · Größe: Stoffmenge der Äquivalente, n(1/z X)

Auf einem US-Blutbefund steht „K 4,2 mEq/L“, auf einem europäischen „K 4,2 mmol/L“. Die Zahlen stimmen überein, weil Kalium eine Ladung trägt. Bei Calcium weichen sie um den Faktor zwei ab: 2,5 mmol/L sind 5 mEq/L. Das Äquivalent zählt nicht die Teilchen selbst, sondern ihre Arbeit: wie viele Wasserstoffionen sie ersetzen oder wie viele Ladungen sie tragen.

Chemiker nutzten Äquivalente lange vor dem Mol. Säuren und Laugen verglich man danach, wie viel die eine von der anderen neutralisiert — daher die Normalität von Lösungen: 1 N = 1 Eq/L. Die IUPAC rät von dieser Schreibweise längst ab. Doch Äquivalente sind in Medizin, Wasseraufbereitung und Bodenkunde geblieben.

ZeichenEq · in der Praxis mEq/L
Definition1 Eq = 1 mol / z — die Stoffmenge, die mit 1 mol H⁺ reagiert oder 1 mol Ladungen trägt
Bezugswerte1 mEq Ca²⁺ = 0,5 mmol = 20,04 mg · 1 mEq Na⁺ = 22,99 mg · 1 Eq trägt 96 485 C
EingeführtÄquivalentgewichte — Richter, 1792 · Normallösungen — 19. Jahrhundert · nicht im SI
NormenISO 80000-9 · IUPAC Green Book · ISO 6059 · ISO 11260
Typische Werte140 mEq/L — Na⁺ im Plasma · 5 mEq/L — Ca²⁺ · 546 mEq/L — Cl⁻ im Meerwasser
Zur Umrechnung Zur Titration
01 · Definition

Ein Mol, geteilt durch die Ladung

Ein Mol Salzsäure gibt ein Mol Wasserstoffionen ab. Ein Mol Schwefelsäure gibt zwei ab. Um sie zu neutralisieren, braucht man verschieden viel Lauge. Das Äquivalent gleicht sie im Voraus aus: 1 mol HCl ist 1 Eq, 1 mol H₂SO₄ sind 2 Eq.

Bei Ionen ist es genauso. Die Zahl z ist die Ladung des Ions oder die Zahl der Wasserstoffionen in der Reaktion. Die Menge der Äquivalente ist die Stoffmenge mal z. Die Summe der Äquivalente der Kationen in einer Lösung ist immer gleich der der Anionen: Die Lösung ist elektrisch neutral. Darauf beruht das Ionogramm des Blutes rechts.

n_eq — Menge der Äquivalente, Eq · n — Stoffmenge, mol · z — Ladung oder Zahl der H⁺ in der Reaktion · M — molare Masse, g/mol · c — Konzentration, mol/L · F = 96 485,332 C/mol
Interaktiv · Plasma-Ionogramm

Plus und Minus im Blut gleichen sich aus

Die linke Säule sind die Kationen des Plasmas, die rechte die Anionen; die Höhe jedes Blocks ist seine Konzentration. Türkise Blöcke sind positive Ionen, violette negative. Der magentafarbene Block sind die Anionen, die das Labor nicht misst: Proteine, Phosphate, organische Säuren. Seine Höhe ist gleich der Anionenlücke. In mEq/L sind die Säulen immer gleich hoch. Schalten Sie auf mmol/L um, dann werden Calcium und Magnesium halb so hoch, und das Gleichgewicht verschwindet.

links: Kationen, rechts: Anionen,
Kationen
Na⁺ + K⁺ + Ca²⁺ + Mg²⁺
Anionen
mit nicht gemessenen
Anionenlücke
Na⁺ − Cl⁻ − HCO₃⁻

Chemische Formeln · Reaktionen dieser SeiteÄquivalente pro 1 mol
Waben · Säuren aus dem Kolben

Wie viel Wasserstoff ein Molekül abgibt

In jeder Wabe steht eine Strukturformel. Violett markiert sind die Wasserstoffatome, die die Säure an die Lauge abgibt; ihre Zahl ist z. Rosa markiert ist Sauerstoff. Unter der Formel steht, wie viele Äquivalente ein Mol enthält. Citronensäure hat acht Wasserstoffatome, gibt aber nur drei ab — die in den COOH-Gruppen.

S OOOO HH H₂SO₄z = 2 · 2 Eq/mol ClH HClz = 1 · 1 Eq/mol P OOOO HHH H₃PO₄z = 3 · 2 sichtbar Na⁺OH⁻ NaOH1 Eq/mol Lauge HHHOH C₆H₈O₇z = 3 · 3 COOH Ca²⁺1 mmol 40,08 mg= 2 mEq Al³⁺1 mmol 26,98 mg= 3 mEq
oben und Mitte: Säuren aus dem Kolbenunten: Ionen mit mehr mEq als mmol
Interaktiv · Titration mit Lauge

Ein Millimol, unterschiedlich viele Äquivalente

Im Kolben sind 25 mL Wasser und genau 1 mmol Säure, in der Bürette Natronlauge NaOH 0,100 mol/L. Öffnen Sie den Hahn: Tropfen fallen in den Kolben, der Rührer mischt, die Elektrode misst den pH. Türkis zeigt die Lauge und alles, was zu ihr gehört: den Stand in der Bürette, die zugegebenen Äquivalente. Violett ist die Säure mit ihren Wasserstoffionen. Magenta der Indikator und die Äquivalenzpunkte. Rechts zeichnet ein Bildschirm die Titrationskurve auf. Seine gestrichelten Linien stehen dort, wo genau 1, 2 und 3 Äquivalente Lauge pro Mol Säure zugegeben sind. Unter dem Bildschirm zwei Balken: wie viele Äquivalente Säure im Kolben sind und wie viel Lauge schon zugegeben ist. Die Zeit ist echt. Wenn Sie 20 s nichts berühren, laufen die Versuche von selbst.

links: Steuerpult, Äquivalente von Lauge und Säurerechts: pH gegen Volumen der Lauge, mL · mEq-Balken
Säure im Kolben, 1 mmol
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Aktionen
Bürettenhahnzu
Links ist der Hahn zu, rechts ganz offen, bis 1 mL/s. Unter 0,3 mL/s kommt die Lauge tropfenweise, schneller als dünner Strahl. Am pH-Sprung schließt man den Hahn besser und gibt Tropfen für Tropfen zu.
Lauge zugegeben
—
—
pH der Lösung
—
—
Äquivalente der Säure
—
—
Volumen aus der Bürette
—
—

—

Diagramm · Kurve, Anteile der Formen und Mol gegen Äquivalent

02 · Umrechnung
Ion
In Milliäquivalenten pro Liter

Für einwertige Ionen — Na⁺, K⁺, Cl⁻, HCO₃⁻ — sind mEq/L und mmol/L gleich. Bei zweiwertigen ist mEq/L doppelt so groß, bei dreiwertigen dreimal. Deshalb ändern sich beim Wechsel der Befunde von mEq auf mmol nur die Zahlen für Calcium, Magnesium und Phosphat.

Auch die Wasserhärte wird in Äquivalenten gezählt. Der deutsche Grad °dH entspricht 10 mg CaO pro Liter, der französische °fH 10 mg CaCO₃. Beide werden über mEq umgerechnet: 1 mEq/L = 2,8 °dH = 5,0 °fH = 50 mg/L CaCO₃.

03 · Größenordnungen
Konzentration der Äquivalente von 1 µEq/L bis 40 Eq/L, logarithmische Skala

04 · Messgeräte
Bürette und Indikator
Lauge aus der Bürette wird tropfenweise zugegeben, bis der Indikator die Farbe wechselt. Das Volumen auf der Skala mal die Konzentration ergibt die Äquivalente der Probe. Die Genauigkeit ist ein Tropfen, etwa 0,05 mL.
8,72
Titrierautomat
Eine Kolbenbürette dosiert den Titranten in Mikrolitern, eine Elektrode zeichnet den pH auf. Das Gerät findet den Wendepunkt der Kurve selbst und zählt die Äquivalente. So titriert man nach ISO 9963 die Alkalinität von Wasser und die Säure von Wein.
Na 140K 4,2Cl 103
Elektrolytanalysator
Ionenselektive Elektroden spüren jeweils ihr eigenes Ion: Natrium, Kalium, Chlorid. Das Gerät zeigt mmol/L oder mEq/L — das wählt das Labor. Aus denselben Zahlen berechnet der Arzt die Anionenlücke.
Ca²⁺ → 2Na⁺
Ionenaustauschersäule
Das Harz in der Säule hält Natriumionen und tauscht sie gegen Calcium aus dem Wasser: ein Ca²⁺ gegen zwei Na⁺. Die Kapazität des Harzes wird in Eq pro Liter angegeben. Ebenso misst man die Kationenaustauschkapazität des Bodens, in cmol(+)/kg.
05 · Schreibregeln
Richtig
Ca²⁺ 2,5 mmol/L = 5,0 mEq/L — mit Angabe des Ions
c(½H₂SO₄) = 0,1 mol/L — IUPAC-Schreibweise statt 0,1 N
Na⁺ 140 mEq/L — für ein einwertiges Ion dasselbe wie mmol/L
KAK 18 cmol(+)/kg — Ladungsäquivalente in der Bodenkunde
Falsch
Ca 5 mmol/L — waren Äquivalente gemeint, ist der Fehler zweifach
1 N H₂SO₄ = 1 M H₂SO₄ — in Wahrheit 0,5 mol/L
«3 Eq H₃PO₄» ohne Reaktion — bei Titration bis Phenolphthalein sind es zwei
mEq/kg statt mEq/L — verschiedene Größen; im Plasma weichen sie um 7 % ab
06 · Benachbarte Einheiten
07 · Historischer Teil
Quetschhahn · 1855
Mohrsche Bürette
Metrologische Notiz

Das Äquivalent gehört nicht zum SI und gehörte nie dazu. Die IUPAC schlägt vor, mit dem Mol auszukommen und anzugeben, was gezählt wird: n(½Ca²⁺) = 2 mmol bedeutet dasselbe wie 2 mEq Calcium. Die Schreibweise ist länger, aber es braucht keine eigene Einheit, und das Teilchen ist sofort sichtbar.

Die Hauptgefahr des Äquivalents: Ein Stoff kann verschieden viele davon haben. Phosphorsäure gibt mit Phenolphthalein zwei Wasserstoffionen ab, mit Methylorange eines. Deshalb steht im Pass einer Lösung neben der Normalität immer die Reaktion, für die sie berechnet ist.

Ca²⁺Na⁺Na⁺2 Eq = 2 Eq
Waage der Ladungen
das Fundament · 7 Einheiten

Die sieben SI-Basiseinheiten

Das Labor des Verzeichnisses: ein Glas Kohlsaft, ein Brenner, ein Glas Wasser auf einer kalten Platte und ein Zahnradgetriebe
Verzeichnis · alle Größen auf einer Seite
Das Labor am Eingang zum Verzeichnis

Ein Tropfen Säure ändert die Farbe des Safts, Salz färbt die Flamme, Wasser gefriert durch ein Klopfen. Darunter alle Simetrium-Blätter, nach Fachgebieten und alphabetisch.

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